Beyond the Stories Teil #2

Emotional, unterhaltsam, meinungsbildend – diese drei Adjektive beschreiben den zweiten Kongresstag ganz treffend.

Kay Meseberg (rechts) redet über 360° Projekte bei ARTEGleich zu Beginn des Tages wurde dem Begriff „Dreistufentest“ auf den Grund gegangen. In der Talkrunde, die von Prof. Peter Gottschalk (ARTE) geleitet wurde, war unter anderem Mathias Noschis vom Unternehmen Alphapanda. Alphapanda ist eine Filmmarketingagentur mit Sitz in Berlin und London. Noschis konnte den Begriff „Dreistufentest“ ganz anschaulich erklären. Alle Filme und Projekte, die gelauncht werden sollen, müssen einem dreistufigen Leistungstest bestehen. Ergänzt wurde das Panel von Kay Meseberg (ARTE), Produzent der ersten 360-Grad Doku am Nordpolarmeer. Im darauffolgenden Talk waren sich alle einig: „Um neue Innovationen, wie VR zu etablieren, muss man seine Zielgruppe lernen zu verstehen und auch mal den Blickwinkel wechseln können.“

 


„Zum Glück lässt mich niemand echte Raumschiffe fliegen“

29Interaktiv wurde es im Panel „WASD – Beyond the Screen“. Andreas Suika (Creative Director und Gründer von Daedlic Studio West) präsentierte in einer lockeren Art seine neuste Spieleentwicklung „The Long Journey Home“. Dies machte Suika nicht nur mündlich, er zeigte den Zuschauern im TV-Studio live den Prototypen und stellte sich mit dem Gamepad auf die Bühne. Das Entwicklerteam hinter „The Long Journey Home“ besteht lediglich aus neun Personen, laut Suika reicht dies aber schon für ein qualitativ hochwertiges Computerspiel aus. „Viel wichtiger sei eine klare Struktur im Spiel, der Spieler muss sich in die Lage der Charaktere reinversetzen können“, so Suika weiter.

 


Es wird laut im Studio

31Im Panel „#vidjogeil“ waren Daniel Hoffmann (ambitious.films) und die beiden freiberuflichen Regisseure Carlo Oppermann und Christian Alsan zu Gast. Die drei arbeiten schon seit vielen Jahren zusammen und haben unter anderem schon Musikvideos für CASPER, Kraftklub und Lance Butters umgesetzt. Ganz ihrem Motto entsprechend ließen die drei Bilder sprechen und zeigten den Zuschauern, wie viel Arbeit hinter einem einzelnen Musikclip steckt. „Das Konzept hinter einem Videoclip kann nach dem ersten Hören eines Liedes kommen, kann sich auch bis zum Rendern des fertigen Clips hinauszögern“, erklärte uns Christian Alsan. Wichtig sei es auch, in einem Musikclip nicht den aktuellen Trends zu folgen, sondern zeitlos zu denken. „Das Video wird dann zwar jetzt ein Hit, in 10 Jahren wird sich aber kein Mensch mehr dran erinnern“, ergänzte Carlo Oppermann.


Feiern ist auch wichtig“

39Im Panel „9to5 or 24/7“ hatten wir Henriette Lippold (UFA Fiction), David Henning (MovieBrats Studios) und Nicolas Böll (Interessenverband der Synchronschauspieler) im TV-Studio zu Gast. Henriette Lippold gab den Zuschauern einen Einblick in die Arbeit eines ausführenden Produzenten. Dafür braucht man nicht zwingend ein Medienstudium, zumindest war das bei mir so“, verriet Lippold. Bei einer Serien- oder Filmproduktion sei ein großer Zusammenhalt im Team enorm wichtig, für das richtige Klima sollte man mit seinen Kollegen auch mal feiern gehen und einen ausgeben.
David Henning hat sich den Animationsfilmen verschrieben. Dabei liebt er die unendliche Kreativität, die man bei der Umsetzung der Story und der Charaktere besitzt, da man auch keine echten Darsteller braucht. Komplementiert wurde das Panel von Nicolas Böll, einem der Gründer des Interessenverbands der Synchronschauspieler. Er gab Einblicke in die Arbeit eines Synchronschauspielers und redete über die teils schlechte Vergütung und Einstiegschancen für zukünftige Synchronschauspieler.

 


„Die Persönlichkeit steht im Vordergrund“

googleIn der letzten Keynote des Tages hatte sich hoher Besuch angekündigt – Elisabeth Bauer von Google Germany referierte beim Medienforum Mittweida 2016 und gab exklusive Einblicke in die Arbeit bei Google. Ihr zufolge wird im Unternehmen sehr viel Wert auf die Persönlichkeit jedes einzelnen Mitarbeiters gelegt.

Alle Mitarbeiter bei Google befinden sich in einer entspannten Atmosphäre und es herrscht ein angenehmes Betriebsklima. Es sei aber auch wichtig, dass Google in gute Manager investiert, welche die Motivation im Team stets oben halten können, so Bauer weiter. Abschließend gab sie noch den Tipp: Traut euch und bewerbt euch bei Google – wir sind immer auf der Suche nach kreativen Köpfen.

 


Sportlicher Abschluss

Talk USSZum Ende der beiden Kongresstage stand noch das Udo-Steinberg Symposium auf dem Programm. Moderator René Kindermann empfing unter dem Thema „Fairplay in Sport, Politik und Gesellschaft“ seine Talkgäste Dr. Mandy Risch-Kerst (Rechtsanwältin für Eventrecht), Guido Schäfer (Journalist), Kristina Bauer (mehrfache Bahnradweltmeisterin) und Wolfgang Watzke (DFB-Stiftung Egidius Braun). Schnell wurde sich die Talkrunde einig – Fairplay im Sport benötigt Regeln und Vorschriften. Guido Schäfer hob noch hervor: „Sportler stehen heute noch viel mehr unter Beobachtung der Medien. Dieser Vorbildfunktion müssen sich die Sportler bewusst sein“.

 


Viele Hände, schnelles Ende

„Das Medienforum Mittweida war rückblickend das Ergebnis einer hervorragenden Teamleistung“, so das Fazit der beiden Producer Lisa Mundt und Florian Bernhardt. Diese Teamleistung zeigte sich nach der letzten Talkrunde, alle im Team halfen beim Abbau mit, sodass wir schnell fertig wurden. Anschließend ging es für das gesamte Team noch zur Aftershowparty.

Eins noch: Wir laden euch hiermit schon mal am 21. und 22. November 2017 nach Mittweida ein, dann zum Medienfourm Mittweida 2017.

 

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