Homecoming Mittweida

Homecoming Mittweida

ist das Motto der diesjährigen Vorveranstaltung des Medienforums 2017. Mit ihr soll die Vorfreude einen Monat vor dem Mainevent noch einmal so richtig gesteigert werden. Alumni, die einmal an der Hochschule Mittweida studiert haben, werden zum Ort des Geschehens zurückkehren und nicht nur über ihren beruflichen Werdegang nach dem Studium berichten, sondern auch über Chancen, Risiken und Problemlösungen aufklären.

Neben Tipps und Tricks für den Berufseinstieg, wird auch die Möglichkeit geboten, Fragen zu stellen, damit sich Besucher mit den Alumni persönlich austauschen und kennenlernen  können. Dadurch bekommen Sie die Möglichkeit, exklusive Informationen und Anregungen für die eigene Zukunft mitzunehmen. Wir sehen uns am 26. Oktober 2017 um 19:30 Uhr!

Vorveranstaltung Medienforum Mittweida

Homecoming Mittweida – “Mittweida ist überall”

Das Studium ist eine unbeschwerte Zeit, in der man sich ausprobieren kann. Dennoch werden Studierende immer wieder von ungeklärten Fragen über ihre Zukunft geplagt:  Wo geht es nach dem Studium hin? Wie etabliere ich mich am besten in der Berufswelt? Beim Homecoming Mittweida gab es zwar keine direkten Antworten auf diese Fragen, aber dafür einige nützliche Orientierungshilfen.

Die Vorveranstaltung des Medienforums Mittweida soll ehemalige Alumni, die sich in der Medienwelt einen Namen gemacht haben, mit den derzeitigen Studierenden zusammenbringen. Dazu fanden sich in diesem Jahr drei Medienmacher wieder an ihrer ehemaligen Ausbildungsstätte ein: Søren Schaller, Janet Beier und Tino Kreßner haben alle drei an der Hochschule Mittweida studiert. Mittlerweile sind sie erfolgreich in der Medienwelt tätig.

Die Referenten finden sich bei lockerer, entspannter Atmosphäre auf der Couch im TV Studio des Zentrums für Medien und Soziale Arbeit zusammen. Immer wieder werden Witzchen gerissen. Tino und Søren kennen sich noch aus ihren Studientagen und scheinen sich über ihr Wiedersehen zu freuen. Die drei Ehemaligen beschreiben ihren persönlichen Weg im Berufsleben, lassen ihre Zeit an der Hochschule Revue passieren und plaudern auch ein bisschen aus dem Nähkästchen. Aber die drei haben sich nicht wieder in Mittweida eingefunden, um nur miteinander zu plaudern. Das Publikum, bestehend aus Studierenden der Fachrichtungen Medienmanagement und Media And Acoustical Engineering, wird auch mit einbezogen. Die Referenten beantworten die Fragen der Zuschauer und teilen ihre Erfahrungen mit den künftigen Medienmachern. Sie loben die ständige Entwicklung der Medienfakultät. Inzwischen gibt es in dem Studiengang Medienmanagement viele Inhalte, die zu ihrer Zeit an der Hochschule noch fehlten.

Kopie von Kopie von X31A1691“Wer einen Traum hat, der sollte unbedingt weiter machen.”

– Søren Schaller

Søren Schaller arbeitet als freiberuflicher Werberegisseur und Filmemacher und ist für seine Kunden auf der ganzen Welt tätig. Er betritt als Erster die Bühne und wirkt etwas aufgeregt. Gleich zu Beginn sucht er Rika Fleck im Publikum, die Dozentin, die für die Zweitkorrektur seiner Bachelorarbeit zuständig war. Er macht Witze über seine Abschlussarbeit und die Studienzeit. Dabei schwelgt er in Erinnerungen. Im Anschluss zeigt Søren einen Zusammenschnitt von Filmen, an denen er innerhalb der letzten zehn Jahre mitgewirkt hat. Die ersten Filme sind in seiner Zeit als Studierender in Mittweida entstanden, es folgen Musikvideos und Werbefilme, bei denen er Regie geführt hat. Er hat schon mit Musikern wie Glasperlenspiel und Dick Brave & the Backbeats zusammengearbeitet. Zu seinen Werbekunden zählen große Firmen wie BMi, Nike und Mercedes. In seinem Vortrag beantwortet er die Frage, wie man Regisseur wird. Søren sagt, es gibt dafür drei Wege: Erstens, man besucht eine Filmschule. Zweitens, man sammelt Praxiserfahrung und arbeitet sich hoch, bis man Regisseur ist. Oder drittens, man geht den “sneaky Weg” über viele Ecken und studiert in Mittweida.

Kopie von Janet_Beier“Solange ihr studiert, geht raus und probiert euch aus!”

– Janet Beier

Die Nächste in der Runde ist Janet Beier. Auf ihrem Lebensweg hat sie schon an vielen Stationen Halt gemacht. Unter anderem war sie als Projektmanagerin und Kommunikationsplanerin tätig, bevor sie bei mailingwork GmBH als Marketing Managerin einstieg. Janets verschiedene Jobs zeigen, wie viele Möglichkeiten nach dem Studium bereitstehen. Sie selbst bezeichnete den Medienmanager aus Mittweida als den “typischen Allrounder”. Auf ihre lockere Art erzählt Janet, dass sie die älteste Studierende in ihrem Jahrgang war und liebevoll “Kurs-Mutti” genannt wurde. Da Janets Familie eine große Rolle in ihrem Leben spielt, kommt sie auch während ihres Vortrags auf ihre Familiensituation zu sprechen und versucht eine Antwort auf die Frage zu finden, inwiefern Familie und Beruf vereinbar sind. Sie sagt, es ist schwer beides unter einen Hut zu bekommen. Um es aber zu schaffen, ist es wichtig, nicht nur auf die berufliche Ziele zu schauen. Viel mehr, sagt Janet, muss man auf sich selber hören und vor allem darf man nicht den Mut verlieren, wenn mal etwas nicht so klappt, wie man es sich vorstellt.

Kopie von startnext-426-Bearbeitet-1“Erfolg bemisst sich an der Anzahl Minuten, die ich am Tag mit Dingen verbringen kann, die ich selbst gerne tue.”

– Tino Kreßner

Zu guter Letzt steht Tino Kreßner auf der Bühne. Vor sieben Jahren gründete er die Crowdfunding-Plattform Startnext. Mittlerweile ist seine Plattform die größte ihrer Art im deutschsprachigen Raum. Doch nicht nur Tinos Weg zur eigenen Firma steht im Vordergrund. Nebenbei blickt er auf seine Zeit an der Hochschule Mittweida zurück. Schon während seines Studiums war er aktiv unterwegs und hat das Forum “Bewegte Bilder” ins Leben gerufen, das kreative Leute mit guten Ideen für Filme unterstützen soll. Wie er sagt, hat ihm die Hochschule neben den nötigen Fähigkeiten auch Disziplin gelehrt. Der Mittweidaer Weg ist es, “einfach Dinge zu machen” und eigene Ideen umzusetzen. Dabei, so sagt er, muss man nicht immer alles bis zum Ende durchdenken, man sollte auch einfach mal direkt loslegen.

Eins zeigte sich beim Homecoming deutlich: Mittweida ist überall. Ehemalige Medienstudierende aus Mittweida findet man in den verschiedensten Positionen an den verschiedensten Orten der Welt. Die Referenten des Homecomings hoben hervor, dass das Mittweidaer Netzwerk viel wert ist, denn so hat man viele Kontakte, die einem auch wirklich weiterhelfen können. Ein weiterer Begriff fiel an diesem Abend auch immer wieder: Erfahrung. Vor allem Janet betonte, dass man jede Chance für ein Praktikum nutzen soll. Die Studienzeit ist da, um viel auszuprobieren. Denn nur so findet man heraus, ob man sich auch auf dem richtigen Weg für die Zukunft befindet.